Anonym durch Handykarten-Tausch

Handykartentausch

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung bietet jetzt eine Tauschbörse für Prepaid-Handykarten an. Ziel der Aktion ist der Schutz der Privatsphäre beim mobilen telefonieren durch Verwendung einer anderen Identität.

Und so funktioniert der Kartentausch:

Eine deutsche, freigeschaltete Prepaid-Handykarte, die mit mindestens 10.- Euro geladen sein muss, wird zusammen mit den dazugehörenden Nummern (Telefonnummer, PIN+PUK) und einem adressierten Rückumschlag an diese Adresse geschickt:

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
Marcus Brauner
Hilgenborn 22
34593 Knüllwald Remsfeld

Nach ein paar Tagen bekommt man dann im Austausch eine andere Karte zugesendet, zusammen mit einer Bestätigung, dass man die Karte im Austausch erhalten hat. Obwohl der Gesetzgeber seit ein paar Jahren auch die Registrierung von Prepaid-Karten verlangt, ist der Tausch erlaubt. Der Arbeitskreis weist auch darauf hin, dass sie nur für den Austausch der Karten sorgen, und dabei natürlich keine Daten speichern.

Weitere Informationen dazu finden sich auf der eigens dafür eingerichteten Webseite:

http://kartentausch.vorratsdatenspeicherung.de/

Wenn sich der Gesetzgeber schon nicht an das Prinzip der Datensparsamkeit hält, muss der Bürger selbst dafür Sorge tragen, sowenig Daten wie möglich von sich preiszugeben. Wenn auch das kaum noch möglich ist, sollten die Daten wenigstens so wertlos wie möglich sein.

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3 Kommentare »

  1. saripari said

    Wie ist das denn dann eigentlich, wenn der mit der falschen Prepaidkarte irgendwas krummes dreht, und dann erwischt wird? Ich meine, wird da nicht ein Unschuldiger belangt (wenn man das telefonisch zurückverfolgt auf eine Identität)?

  2. rollmops said

    Sie beschreiben das auch ausführlich auf der Webseite. Letztendlich verhält es sich nicht anders, als wenn du irgend etwas anderes weiter verkaufst/verleihst, mit dem du dich einmal hast registrieren lassen (also wie zB bei nicht bar bezahlten CD-Brennern, Digicams oder auch einem PKW). Du kannst deswegen nicht belangt werden.

    Interessanter finde ich aber schon fast die dort auch angeführte Alternative, sich irgendeine Supermarktkarte zu holen, und mit einem Fantasienamen aus dem Telefonbuch zu registrieren. Falls dort eine Perso-Nr. abgefragt wird, kann man mittels Personalausweisnummern-Generator vorbauen.

  3. cringe said

    Äh, naja. Das grenzt dann aber schon hart an Betrug, oder nicht? Irgendjemand aus dem Legal Department hier? ;-)

    Ansonsten ist das aber wirklich so: Wird die SIM-Karte für schmutzige Geschäfte verwendet, läuft der Strafantrag erstmal gegen den registrierten. Besser finde ich da schon die Möglichkeit von http://www.anonyphone.de/ zumal man dort die Karte auch an ein Postfach bzw. eine andere Adresse schicken lassen kann.

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