Archive for Januar, 2008

Amerika im Krieg (1939-1944)

America_At_War

Die amerikanische Library Of Congress (LoC) ist eine der grössten Bibliotheken der Welt, und zugleich die Nationalbibliothek der USA. Vor allem das Fotoarchiv mit 12 Millionen Exemplaren gibt der Geschichte des Landes ein Gesicht.

Nur ist es nicht jedermanns Sache, sich durch Bibliotheksarchive zu wühlen, die meist nach wissenschaftlichen Kriterien angelegt sind. Ein Teilbereich von 1600 Fotos, welche zwischen 1939 und 1944 angefertigt wurden, ist nun Anfang 2008 bei flickr (sic!) veröffentlicht worden, und die LoC fordert dabei explizit zum Kommentieren und Ergänzen der Informationen auf.

Das wird auch eifrig genutzt, die flickr-Gemeinde hat sich regelrecht auf die Fotos gestürzt, und ich halte die Veröffentlichung von Regierungsarchiven bei einer Web2-Community für eine sehr gute Idee. Denn das erleichtert den Zugang zu den Dokumenten, und erschliesst gleichzeitig neue Zielgruppen, zu minimalen Kosten.

Jedenfalls hab ich mich durch fast alle der 1600 Bilder durchgewühlt, und hier 27 Fotos ausgewählt, die mich besonders beeindruckt haben. Diese Auswahl vermittelt am ehesten die Atmosphäre, die beim durchsehen der Fotos bei mir entstand. Auffällig viele Frauen scheinen damals mit der Produktion von Kriegsmaschinerie beschäftigt gewesen zu sein, während die Männer die Vorbereitungen auf die bevorstehenden Einsätze schon fast spielerisch zu nehmen scheinen. Ganz anders die Menschen in den Provinzen, die vom Mangel an allem gezeichnet scheinen.

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Persischer Katzenterrorist

Perserkatze

Endlich weiß ich, von welchen Bedrohungen Schäuble immer redet. Österreich hat die Gefahr schnell erkannt, und bereits entsprechende Massnahmen ergriffen:

Ab Juni 2008 gilt für alle Hunde Chip-Pflicht. Durch diesen Chip unter der Haut mit relevanten Informationen können Tiere ihren Haltern einfacher zugeordnet werden. Die Daten sind in einer zentralen Datenbank gespeichert.

ORF Burgenland,
05.01.2008

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My Blueberry Nights

My_Blueberry_Nights

Der Regisseur Wong Kar-Wai zählt zu meinen Lieblings-Filmemachern, denn er liebt seine Schauspieler, und das sieht man allen seinen Filmen an – sogar den misslungenen. Gleich vorweg: dazu zählt der gerade in Deutschland angelaufene Film My Blueberry Nights nicht. Denn hier hat er sich endlich von der trägen Pseudo-Symbolik seiner letzten beiden Filme 2046 und In The Mood For Love gelöst. Das mag vor allem daran liegen, dass er dieses Mal auf die Zusammenarbeit mit seinem früheren Kameramann Christopher Doyle verzichtet hat, aber das wäre eine andere Geschichte.

Jedenfalls war ich sehr gespannt auf das neue Werk dieses faszinierenden Regisseurs, der mich mit seinen ersten Filmen so verzaubern konnte. Wong Kar-Wai gelingt es, seinen Schauspielern Stimmungen intensiv zu vermitteln, und damit eine sehr intime Atmosphäre zu schaffen. In seinen frühen Filmen hatte man mehr das Gefühl, eine Seelenwanderung zu unternehmen, als im Kino zu sitzen.

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Shuffled…

MacOS7-Pause

Eigentlich sollte hier jetzt stehen, wie man zum Beispiel Shuffle-Puck via USB-Stick auf jedem Rechner spielen kann. Stattdessen muss erst einmal nur dieses schicke Retro-Pausenbild herhalten…

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Presseschau

Presseschau

  • Deine Spuren im Web
    Frankfurter Rundschau (18.01.2008)
    Der Staat darf jetzt auch auf Daten von privaten Telefonen und Computern zugreifen. Vier sinnvolle Hinweise zum Schutz der Privatsphäre im Web.
  • Dynamikschwund in der Popmusik
    Süddeutsche Zeitung (18.01.2008)
    Ob Oasis oder Red Hot Chili Peppers: Die Popmusik hat die Unterschiede zwischen laut und leise aufgegeben. Was bleibt, sind Aufnahmen an der Grenze zum Lärm. Ein Bericht über das Kompressions-Drama der Musikindustrie.
  • Nokia-Schelte: Spart euch den billigen Populismus!
    Stern (18.01.2008)
    „Subventions-Heuschrecke“, „Karawanen-Kapitalismus“, „hemmungslose Gewinnmaximierung“: Wenn es darum geht, die Schließung des Bochumer Nokia-Werkes zu geißeln, sind sich Politiker und Öffentlichkeit einig. Das ist bigott, denn jeder Einzelne hätte es genauso gemacht wie Nokia.

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VDS = Selbstmordschutz

SSchaeuble-ruft-an

In dem Beitrag Der Bundestrojaner als Nebelgranate bin ich vor einigen Monaten bereits auf die Novelle des BKA-Gesetzes eingegangen. Inzwischen scheint das Thema auch medienkompatibel geworden zu sein, denn der Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht in seiner heutigen Ausgabe diese Information:

Abgeordnete, Strafverteidiger und Geistliche sollen künftig vor Abhörmaßnahmen des Bundeskriminalamts (BKA) nicht mehr absolut geschützt sein.

Demnach sollen im Einzelfall auch Telefone und Räume bislang besonders geschützter Berufsgruppen abgehört werden können, „soweit die Maßnahme zur Abwehr einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person erforderlich ist.“

Kölner Stadt-Anzeiger,
15.01.2008
BKA-Novelle weitet Abhörrechte aus,
die tageszeitung (16.01.2008)

Wirklich verwunderlich ist das nicht, wenn nach dem Wegfall des Informantenschutzes für Journalisten und des Mandantenschutzes für Rechtsanwälte, nun weitere interessante Berufsgruppen beliebig ausgespäht werden sollen.

Interessanter ist die Argumentation, mit der so ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre der Menschen begründet werden soll, denn sie errinnert stark an die schwammige Formulierung der rechtstaktischen Brechstange „Gefahr im Verzug“.

Wie sich das in der Praxis bemerkbar macht, sieht man bei einem Blick zu unseren österreichischen Nachbarn. Dort ist das ganze Überwachungspaket bereits seit Anfang des Jahres im Einsatz, und es gibt bereits deutlich mehr polizeiliche Abfragen bei den Mobilfunkbetreibern Österreichs. Allerdings mit einer überraschenden und völlig neuartigen Tendenz in der Begründung:

Auffällig ist laut T-Mobile etwa, dass sich die Anfragen wegen Suizidgefährdungen plötzlich gehäuft haben.

ORF-Futurezone,
15.01.2008

Wie man sieht, ist der moderne EU-Rechtsstaat also äusserst besorgt um Leib und Leben seiner Bürger, und wenn mal keine Terroristen und Kinderschänder zur Hand sind, wird man eben kurzerhand vor sich selbst geschützt.

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Dust-Off your Life

Dust-Off

Nachdem ich jetzt seit rund drei Wochen am entstauben und völligen umkrempeln meiner kleinen Behausung bin, dabei mich die ganze letzte Woche auch noch irgendeine fiese Staubbazille niedergestreckt hatte, fehlt mir gerade der Elan zum bloggen. Könnte also eine kleine Pause werden, die nächsten Tage…

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