Baustellen Sneak-A-Peak

Computer

puhh, die Hardware steht nun ;) und ein Grossteil der Software ist auch bereits wieder installiert. Der ganze Rest wird sich die nächsten Tage und Wochen aus plötzlich auftauchendem Mangel ergeben. Hier nun ein kleiner Bericht von den letzten beiden Tagen. Tekki-Stuff zwar, aber für manchen vielleicht ja doch von Interesse …

Als erstes kommt nach der Installation des Betriebssystems gleich die Einrichtung einer VPN-Internetverbindung ins Ausland:

VPN-Verbindung

Denn seit rund zwei Monaten bewege ich mich im Internet nur noch über ausländische Server; das sind mir die paar Euro im Monat wert. Warum? Deshalb:

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Als nächstes das Anti-Virenprogramm. Hier begleitet mich seit Jahren Aviras AntiVir recht zuverlässig, und in der Classic-Version für Privatanwender auch kostenlos.

Avira-AntiVir

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Vor der Installation der ganzen weiteren Programme muss dann zusätzlich zur Windows-eigenen Firewall noch eine kleine Hürde her, um die ganzen wild nachhause telefonierenden Programmen im Zaum zu halten. Bei der Kontrolle dieses ausgehenden Datenverkehrs steht mir seit Jahren die Tiny Personal Firewall bei:

Tiny-Personal-Firewall
Tiny Personal Firewall direkt downloaden
[Version 2.11.15 vom 08. Juni 2001]

Sie ist zwar schon recht betagt, tut aber ihren Dienst und der Name ist Programm – keine 2 Megabyte gross ist dieses nützliche Programm.

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Natürlich bieten alle möglichen Sicherheitsprogramme nie 100% Schutz vor Schadsoftware, denn das Problem sitzt zu 99% vor dem Computer. Hier kann man sich bei der Schadensbegrenzung durch geeignete Anwendungsprogramme inzwischen aber sehr gut unterstützen lassen. Abgesehen davon dass Software, die aus Bequemlichkeitsgründen stark mit dem Betriebssystem verknüpft ist, sowieso Tabu ist, brauchen auch vernünftige Internetprogramme etwas Feintuning.

Womit wir bei den beiden wichtigsten Internetprogrammen angekommen sind: eMail und Browser. Um meine eMails kümmert sich die fleissige moldawische Fledermaus seit Jahren äusserst zuverlässig – The Bat.

The_Bat

Dieses Programm ist mir von Anfang richtig ans Herz gewachsen. Die umfangreichen Filter- und Scriptmöglichkeiten erleichtern die Arbeit mit Mails enorm, und der Texteditor trägt seinen Namen zu recht. Zur Sicherheit trägt bei, dass The Bat zwar HTML-Mails anzeigen und erstellen kann, aber keine aktiven Inhalte ausführt.

Bei der Installation der aktuellen Version hatte ich mich auch nach neuen Spamfiltern umgesehen. Und hier bin ich auf das relativ neue Plugin AntispamSniper gestossen:

AntispamSniper

Obwohl es in der kostenlosen Version nur ziemlich eingeschränkte Funktionalität bietet, arbeitet es bisher recht zuverlässig bei mir. Bayes- und Black/White-Filter scheinen ausreichenden Schutz vor der täglichen Spamflut zu bieten.

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FF-IE

Zum Surfen verwende ich nach wie vor am liebsten den Firefox Browser. Das liegt vor allem an den zahlreichen sehr nützlichen Erweiterungen die es dafür inzwischen gibt. Besonders was die Sicherheit betrifft, gehören für mich folgende Erweiterungen zur Standardausrüstung beim Surfen:

Erweiterungen

  • NoScript
    Javascript ist dank Ajax gerade für Web 2.0 Dienste wichtig geworden, und bietet eine Menge an Komfort für die Nutzer von Webseiten. Allerdings ist es eben aufgrund seiner vielfältigen Funktionalität auch ein Sicherheitsrisiko, besonders wenn man sich auf fremden und unbekannten Webseiten bewegt.

    NoScript blockt Javascript erst einmal grundsätzlich. Über einen schnell zugänglichen Button in der Statusleiste kann man vertrauenswürdigen Webseiten den Gebrauch von Javascript dann bequem temporär oder generell erlauben. Das ist deutlich mehr als die meisten Browser an Kontrollmöglichkeit mitbringen, und verringert dadurch die Chancen erheblich, sich beim Surfen lästige Gesellen einzuladen.

  • CookieSafe
    Dieses kleine Tool funktioniert ganz ähnlich wie NoScript, befasst sich aber mit den sogenannten Cookies. Das sind erst einmal recht harmlose kleine Dateien, in denen Webseiten Informationen über den Nutzer speichern können. Webshops speichern hier zum Beispiel gerne den Inhalt des Warenkorbs ab.

    Problematischer wird dieser kleine ‚Keks‘ aber dann, wenn er Begehrlichkeiten der Werbeindustrie weckt. Damit lassen sich nämlich auch hervorragend Bewegungsprofile eines Nutzers erstellen. Gerade die Datenkrake Google tut sich da immer wieder durch besonders kreative Ideen hervor. CookieSafe blockt generell alle Cookies, und ich kann mir je nach Webseite wieder bequem und schnell aussuchen, wer wann was speichern darf.

  • CustomizeGoogle
    Da Googles Methoden Bewegungsprofile und Nutzerverhalten aufzuzeichnen inzwischen immer raffinierter werden, verwende ich zur Kontrolle der Google-spezifischen Cookies dieses praktische Tool. Damit kann man die vielfältigen Google-Dienste weiter nutzen, ohne ansonsten allzuviel preis zu geben.

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Zum Schluss noch etwas Kosmetik für die doch recht unansehnliche Windows-Oberfläche. Hier habe ich mich die letzten Jahre sehr mit Flyakite OSX angefreundet. Dieses komplette Designpaket verpasst Windows XP die Aqua-Oberfläche von Apple OSX, was nicht nur schick aussieht, sondern auch Platz auf dem Bildschirm einsparen hilft:

System
Flyakite OSX downloaden

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3 Kommentare »

  1. victor said

    Hi, die Sache mit dem VPN und deinem ausländischen Server klingt spannend. Da bin ich noch nicht drauf gekommen. Könntest Du das mal näher erklären?

  2. rollmops said

    Da ich nicht weiss, welches technische Vorwissen du mitbringst, versuche ich das mal etwas allgemeiner zu erklären. Was VPN bedeutet, beschreibt der oben verlinkte Wikipedia-Artikel ja ganz gut:

    Ein Virtual Private Network (VPN) (dt.: virtuelles privates Netz) ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz (zum Beispiel das Internet) nutzt. Es ermöglicht somit eine sichere Übertragung über ein unsicheres Netzwerk.

    Ich verbinde mich hier in Deutschland also nur über meinen ISP ins Internet. Danach stelle ich eine verschlüsselte VPN-Verbindung mit dem ausländischen Provider her, und von da an läuft mein kompletter Internetverkehr über diesen sicheren Tunnel. Zwar etwas langsamer als direkt über meinen lokalen ISP, aber deutlich schneller als über die kostenlosen Dienste, wie TOR oder AN.ON.

    Das bietet zwar noch keine völlige Anonymität wie I2P, aber erschwert meine Lokalisierung im Internet ungemein. Denn jede Bewegung im Internet (jede versendete Mail, jede besuchte Webseite) hinterlässt über die mir zugewiesene IP-Adresse ja auch meine zurückverfolgbare Identität.

    Und hier ist es recht beruhigend zu wissen, dass seine Spur in einem Land endet, welches noch Rücksicht nimmt auf die Persönlichkeitsrechte der Menschen. Das werden zwar immer weniger, aber es gibt ja auch Möglichkeiten diesem Zustand technologisch zu entgegnen (zB durch Verteilung der VPN-Server auf viele verschieden Länder, und entsprechender transparenter Wechselmöglichkeit, etc.)

    Hier ein paar dieser kommerziellen VPN-Anbieter:

    metropipe.com
    findnot.com
    relakks.com
    secureix.com
    vpntunnel.co.uk
    perfect-privacy.com

  3. victor said

    Danke für die Infos. Ich bin zwar fit auf dem Gebiet, aber das wußte ich auch noch nicht.

    Grüße ;-)

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