Vogelgrippe & Pharmalobby

Vogelgrippe

Achtung, Update 29. Mai 2007: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich und nachträglich von diesem Beitrag. Nähere Infos dazu in den Kommentaren.

Mancher hat sich die letzten Monate vielleicht auch gefragt, was denn diesen Winter mit der Vogelgrippenpanik los war, welche die Jahre zuvor ja regelmässig Topthema in den Medien war. Man hört und liest nichts mehr davon. Ist die Vogelgrippe denn einfach so wieder verschwunden? Nach dem Ansehen dieser einstündigen Dokumentation lautet die Frage für mich eher: War sie je existent?

Die beiden Dokumentarfilmer Michael Leitner und Thomas Hein gehen hier ganz klassisch vor: sie stellen Fragen zu dem Virus, und sie stellen diese Fragen den Bundesbehörden, wie das jedem Bürger zusteht. Erstaunlich ist, daß sie keine Antworten bekommen, und wenn doch unzureichende oder abweichende Aussagen.

Also werden diese Fragen nach und nach von Ärzten und Biologen beantwortet, welche sich auf die Influenza (Grippe) spezialisiert haben. Deren Antworten formen letztendlich ein Bild, welches nahelegt, daß von diesem H5N1 genannten Virus noch nie irgendeine Gefahr für den Menschen ausging, und dies auch nie der Fall sein wird. Denn dieser Virus ist seit rund 100 Jahren auch als Vogelpest bekannt, also etwa seit Beginn der industriellen Massentierhaltung.

  • H5N1 antwortet nicht – Auf der Suche nach dem Killervirus

[### VIDEO ENTFERNT ###]

Die Dokumentation beginnt mit den ersten H5N1-Funden auf der deutschen Insel Rügen im März 2oo6. Interessant ist hier die Nähe zum ersten genannten Bundesinstitut, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Es ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit und neuerdings auch das Nationale Referenzlabor für Vogelgrippe. Noch interessanter ist hier, daß alle weiteren Vogelgrippenfälle eine räumliche Nähe zu Niederlassungen dieser Behörde aufzuweisen scheinen.

Ebenso interessant zu erfahren ist, daß die für die Tests angewendete Methode, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR), für diese Art von Diagnosen offenbar überhaupt nicht geeignet zu sein scheint. Denn durch die mehrfache Vervielfältigung von DNA-Spuren lässt sich prinzipiell alles irgendwann nachweisen, je nach Interessenlage des Testers. Dies wird so auch vom Erfinder dieser Methode bestätigt.

Ente-Fragezeichen

Eine zentrale Rolle in dem beteiligten Institutsdschungel spielt das Robert Koch-Institut (RKI), und hier besonders die inzwischen deutlicher angegliederte Arbeitsgemeinschaft Impfschutz (AGI). Die AGI kümmert sich für das Robert Koch-Institut um alle Influenza-bezogenen Themen, so werden Berichte, Studien und Influenza-Warnungen veröffentlicht. Diese Arbeitsgemeinschaft wird aber von der Pharmaindustrie finanziell unterstützt, wie es auch auf deren Webseite zu lesen steht:

„Die Arbeit der AGI wird von 4 pharmazeutischen Herstellern von Influenza-Impfstoffen finanziell unterstützt.“

Welche vier Firmen das sind, steht nicht dabei.

In der Dokumentation wird zudem deutlich, daß mit einer steigenden Anzahl von Grippeschutzimpfungen, auch die grippebedingten Todesfälle gestiegen sind:

Influenza-Statistik

Weiter wird dann auf die drei Säulen des pandemischen Bedrohungsszenarios eingegangen: angeblich werden bis zu 30 000 OpferH5N1-Virus sei besonders tödlich und man hätte die Auswirkungen einer solchen Pandemie ja schon einmal 1918 mit der sogenannten Spanischen Grippe erlebt.

  • Die angeblich zu erwartenden bis zu 30 000 Opfer durch Influenza sind reine Schätzzahlen, vom Robert Koch-Institut hochgerechnet. Statistisch belegt sind durch das Statistische Bundesamt lediglich durchschnittlich 13 influenzabedingte Todesfälle die letzten 5 Jahre.
  • Zu der angeblichen besonderen Gefährlichkeit des H5N1-VirusFriedrich-Loeffler-Institut (FLI), keine Angaben machen. Sie wissen auf Nachfrage nicht, wie dieser Virus mutieren soll. Auch sind diesbezüglich angeblich keine Studien veranlasst.
  • Die Spanische Grippe von 1918 soll belegen, daß ein ähnlicher Virus schon einmal mutiert ist, und zu Millionen von Todesfällen geführt hat. Offenbar erkrankten damals aber hauptsächlich Menschen, welche sich den zu der Zeit durchgeführten Massenimpfungen unterzogen haben. Was auch erklären könnte, warum untypischerweise vor allem die eher virenresistente Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren besonders betroffen war.
    Zudem weiß inzwischen aber jeder, daß eine Impfung nur an gesunden Menschen durchgeführt werden darf. Zu dieser Zeit waren aber fast alle Bevölkerungsschichten durch den bereits 4 Jahre andauernden 1. Weltkrieg sehr geschwächt. Diese Massenimpfungen mussten also geradezu zu einem Massensterben führen.

Pandemie-1918

Bleibt noch zu erwähnen, daß in den Medien ab 2005 als vorbeugendes Medikament gegen den H5N1-Virus zunehmend eine Arznei genannt wurde: Tamiflu. Es wurde von dem amerikanischen Pharmakonzern Gilead Sciences in den 90-er Jahren entwickelt, und galt unter Fachleuten eigentlich als Placebo mit erheblichen Nebenwirkungen, die denen einer starken Grippeinfektion gleichen.

Erst als der ehemalige amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in den Vorstand des Konzerns kam, und ab 2005 weltweit die Panik vor einer drohenden Vogelgrippenpandemie massiv medial verbreitet wurde, bekam das ‚Medikament‘ die wirtschaftlich nötige Aufmerksamkeit, um davon auch profitieren zu können.

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Kategorie VIDEOS anzeigen Politik

7 Kommentare »

  1. […] beunruhigend. Rollmops im Kanzlerbunker stellt sich die Frage: Was ist eigentlich dieses Jahr mit der Vogelgrippe los? War sie je […]

  2. quickie said

    Hmm, das Video ist von „Neue Impulse“ ? Das sind doch die Scientology Jungs, siehe http://www.verfassungsschutz-bw.de/downloads/jabe/2004/Pressefassung-2004.pdf Seite 431

  3. rollmops said

    Der von dir verlinkte Verfassungsschutzbericht endet mit Seite 257, evtl. meintest du Seite 231.
    Ansonsten konnte ich da keine Verbindungen zu Scientology finden, auch nichts von der erwähnten Heftreihe „Mehr wissen besser leben“. Hast du mehr Infos dazu?

  4. rollmops said

    Quickie, ich danke dir für den Hinweis!
    Da bin ich wohl einen dicken Bären aufgesessen.
    Ich werde alle Links aus meinen Bericht entfernen, und distanziere mich hiermit davon. Als Grund reicht mir schon, dass sich dieser Neue Impulse e.V. nicht eindeutig von der Scientology distanziert. Man findet aber auch noch mehr Gründe:

    Verfassungsschutzbericht-Auszüge aus Baden Württemberg

    Verschwörungstheoretiker und Sektenanhänger in der Jugendumweltbewegung (sehr interessant!)

  5. quickie said

    stimmt sorry, ich meinte Seite 231

  6. Maista said

    Hallo,

    was geht denn hier für eine Schere im Kopf um?
    Schaut mal hier:

    http://kanalb.org/clip.php?clipId=1490&Vlang=

    Dort gibt es einen direkten Kommentar des Filmemachers zu den Anschuldigungen die hier geäussert werden.

    Finde es befremdlich das man den Inhalt der Form opfert, obwohl die Leute hier doch eher als kritisch betrachtet werden möchten.

    Ach ja, was Verschörungstheoretiker angeht… lasst euch weiterhin euer Denken mit Frames durchziehen.
    Anstatt einem Beißreflex zu folgen sollte man die Fakten prüfen. Das ist der einzige Weg der Desinformation zu entkommen.

    In dem Sinne alles Gute,
    Maista

  7. rollmops said

    Das ist keine Schere, vielmehr geht es um verschiedene Ansichten zu Themen, bei denen die wenigsten wirklich Fachleute sind. Ich habe bei diesem Artikel den Fehler gemacht, einfach einer Quelle zu vertrauen. Das ist mir danach nicht mehr passiert.

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