Duke Ellington

Duke Ellington


Dieser Song – East Saint Louis Toodle-oo – wurde am 29. November 1926 in New York City aufgenommen. Er ist ein Musterbeispiel für den als Jungle-Style bekannt gewordenen Sound, mit dem die erste Duke Ellington Band The Washingtonians zu der Zeit bekannter wurde.

Besonderes Merkmal ist der etwas raue und knarzige Klang der Trompete, welcher mit einer speziellen Ventiltechnik und einem Dämpfer erreicht wird. Entwickelt hat diesen Growling genannten Sound der Trompeter James „Bubber“ Miley, der Mitte der Zwanziger Jahre in Ellingtons Band spielte.

Ich verlier mich schon wieder in Details, eigentlich wollte ich euch ja nur dieses wundervolle Musikvideo mit Mary Bryant and Paul White als Sänger zeigen, begleitet von der Duke Ellington Band. Dazu noch ein Promofilm von 1937, der zeigt wie damals Schallplatten gemacht wurden…

  • Duke Ellington – Bli-Blip (Paul White & Mary Bryant – so sweet!)


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  • Record Making with Duke Ellington (1937)


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  • Jam Session with the Duke Ellington Band


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Dazu passend muß ich noch eines meiner Lieblingslieder aus dieser äußerst aufregenden Zeit zwischen 1924 und 1929 spielen:

[odeo=http://odeo.com/audio/6930233/view]

Es ist von dem Kornettisten Leon „Bix“ Beiderbecke, welcher leider wie soviele gute Musiker damals auch am billigen Prohibitionsfusel zugrunde ging – er starb bereits 1931 im Alter von 28 Jahren. Der Song heißt Sugar und Bix spielt ihn zusammen mit den Red Nichols Stompers 1927 – für mich die annähernd perfekte Komposition.

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1 Kommentar »

  1. Wow! Super! Ich bin selbst Jazzmusiker und habe ein Tribut-Album für Marilyn Monroe aufgenommen. Marilyn Monroe und Jazz? Das werden sich die Meisten fragen. Marilyn liebte Literatur, Kunst und Musik und war ein leidenschaftlicher Jazz-Fan. Als ihrer Lieblingssängerin Ella Fitzgerald aus rassistischen Gründen ein Engagement in einem bekannten Nachtclub verweigert wurde, setzte sich Marilyn wirksam für sie ein. Ella erinnert sich: „Marilyn versprach dem Besitzer während zwei Wochen jeden Abend meine Konzerte zu besuchen, was aufgrund ihrer Popularität einen überwältigenden Presse – und Publikumsandrang zur Folge haben würde. Ich wurde engagiert, und Marilyn war jeden Abend anwesend. Sie war eine ungewöhnliche Frau, ihrer Zeit voraus, ohne sich dessen bewusst zu sein.“

    Hier könnt Ihr mehr dazu erfahren und die Musik auschecken:

    http://www.mymarilyn.com

    Ein weiteres Projekt von mir ist die CD „Selma-In Sehnsucht eingehüllt“. Dabei handelt es sich um Vertonungen der Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger. Vor über 60 Jahren schrieb das damals 15-jährige jüdische Mädchen Selma Meerbaum-Eisinger Gedichte über ihre erste Liebe, die mehr Traum als Wirklichkeit war. Gedichte von sehnsüchtig-melodischer Musikalität und großer poetischer Kraft. Selma Meerbaum-Eisinger hinterließ mit ihrem Gedichtband „Blütenlese“ ein Stück Weltliteratur, als sie 1942 mit nur 18 Jahren in einem Konzentrationslager starb. Geschrieben in einer dunklen Epoche, klingen ihre Gedichte heute noch immer frisch und lebendig. Die Gefühle eines jungen Mädchens, festgehalten 1941, werden Jahrzehnte später in gleichem Maße gelebt. Selma Meerbaum-Eisinger – eine Cousine des Dichters Paul Celan – nahm die fragilen Kunstwerke mit in ihren frühen Tod, doch 57 ihrer zeitlosen Gedichte sind auf abenteuerliche Weise gerettet worden.

    Ich habe einige von Selmas Gedichte vertont und zwölf der renommiertesten deutschen Sängerinnen und Sänger aus allen Generationen haben Selma ihre Stimme gegeben, um sie mehr als sechzig Jahre nach ihrem Tod wieder lebendig werden zu lassen.

    Mit: Sarah Connor (erstmals auf Deutsch), Xavier Naidoo, Yvonne Catterfeld, Reinhard Mey, Hartmut Engler (Pur), Thomas D (Die Fantastischen Vier), Joy Denalane, Jasmin Tabatabai, Volkan Baydar (Orange Blue), Inga Humpe (2raumwohnung), Stefanie Kloß (Silbermond) und Ute Lemper.

    Selma Meerbaum-Eisinger gehört zusammen mit Rose Ausländer und Paul Celan zum literarischen Dreigestirn von Czernowitz. Vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verfolgung schrieb die junge Lyrikerin Gedichte, die in ihrer künstlerischen Reife und zeitlosen Ästhetik weit mehr sind, als nur ein Zeugnis der drohenden Vernichtung des osteuropäischen Judentums und seines blühenden kulturellen Lebens.

    Die Poesie Selma Meerbaum-Eisingers drückt Sehnsucht, Hoffnung und Lebenswillen aus, was ihrem Werk eine immerwährende Gültigkeit und zeitübergreifende Aktualität verleiht. In reiner, klarer, eindringlicher Sprache erzählen die Gedichte von den Gefühlen und Träumen eines jungen Mädchens und über das zarte Glück der ersten Liebe. Die Ehrfurcht vor der Schönheit und lebendigen Kraft der Natur sind genauso Thema wie die Allgegenwärtigkeit von Tod und Trauer.

    Trotz ihres sehnsuchtsvollen Grundtenors sind die Gedichte mehr als die schwärmerische Liebeslyrik eines jungen, lebensfrohen Mädchens, mehr als Nachahmungen der Naturdichtung ihrer romantischen Vorbilder Rilke, Heine und Tagore und mehr als eine Dokumentation der Vernichtung jüdischen Lebens in der Bukowina.

    Das Werk Meerbaum-Eisingers verdankt seine Faszination der Spannung zwischen mädchenhaft-jugendlicher und gesellschaftlich-historischer Thematik, seiner Bandbreite von Motiven und Bildern sowie der Eigenständigkeit in seiner formalen Umsetzung und Ästhetik. So spricht Rose Ausländer selbst über die Lyrik ihrer Dichterkollegin von „Weltliteratur, die die Welt nicht kennt“.

    http://www.selma.tv

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