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Archiv für Netzwelt
Deutsch-Chinesische Freundschaft
Was unsere edlen Qualitätsmedien können, nämlich Presse-Mashups veröffentlichen, das kann ich als popeliger Blogger schon lange. Hier (m)eine original authentische Pressemeldung von heute:
Regierung will Internet sicherer machen
rpa, 10.06.2009
In Deutschland dürfen Computer ab dem 1. Juli nur noch mit einer speziellen Filtersoftware verkauft werden. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie veröffentlichte die entsprechende Anweisung am Dienstag auf seiner Website.
Die PC-Hersteller werden aufgefordert, das Programm auf ihren Geräten vorzuinstallieren. Das gilt auch für Computer, die im Ausland produziert und nach Deutschland exportiert werden.
Offiziell dient die Filtersoftware dem Jugendschutz. Sie blockiere “schädliche Inhalte”, beispielsweise Pornografie und Gewalt, sagte ein Sprecher des deutschen Außenministeriums.
Quellen:
Süddeutsche Zeitung, 10.06.2009
Die Zeit, 10.06.2009
Die chinesische Regierung will ihre Bürger jetzt also auch nicht mehr nur vor Terroristen schützen, sondern ganz speziell Kinder und Jugendliche – vor den Gefahren des Internets. Helfen soll dabei nicht so ein laienhaftes Stoppschild, wie es die Deutschen wollen, nein, die Filtersoftware wird gleich zwangsweise auf fabrikneue Computer installiert:
Die Software sei in der Lage, Seiten mit Texten und Bildern, die für Minderjährige nicht geeignet sind, zu erkennen. (heise, 10.06.2009)
Das erinnert mich stark an deutsche Filterversuche der jüngsten Vergangenheit:
In der Schwarzen Liste des Filteranbieters JusProg e.V. finden sich massenhaft alternative Medien wie beispielsweise Telepolis oder die Nachdenkseiten, die offensichtlich nach Einschätzung der Hamburger Jugendschützer nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch die Internetseiten der Grünen und der Piratenpartei sind nach Einschätzung von JusProg jugendgefährdend. (telepolis, 26.05.2009)
Na gottseidank ist Deutschland ja noch so eine lupenreine Demokratie…
Pressefreiheit
Tag für Tag sind Reporter auf der Welt Repressionen ausgesetzt. Ob im Irak, in Birma, in Mexiko, Russland, Usbekistan oder Kolumbien. Sie werden wegen ihrer Recherchen über Korruption, Willkür und Gewalt bedroht oder sogar getötet.
Im Dezember 1993 rief die UNO-Vollversammlung den 3. Mai zum Tag der Pressefreiheit aus. Damit würdigte die UNO die “Erklärung von Windhoek“.
In dieser Erklärung hatten Reporter aus aller Welt zwei Jahre zuvor freie, pluralistische und unabhängige Medien als einen wesentlichen Bestandteil jeder demokratischen Gesellschaft gefordert. Sie prangerten vor allem Zensur und Repression als schwere Verletzungen der Menschenrechte an.
Die Reporter forderten in ihrer Erklärung alle Staaten auf, Verfassungsgarantien für die Presse-und Versammlungsfreiheit zu geben. Sie setzten sich für die Gründung unabhängiger Verleger-Verbände und Journalisten-Gewerkschaften ein und plädierten für eine internationale Unterstützung freier Medien und Journalisten.
In diesem Jahr wird der Tag der Pressefreiheit zum 15 Mal begangen.
Über 827 Reporter haben seither ihr Leben verloren. Sie wurden erschossen, erschlagen, geköpft. In den wenigsten Fällen wurden die Täter bestraft. Die prominentesten Fälle sind sicher Anna Politkowskaja und Daniel Pearl. Daneben traf es hunderte Frauen und Männer, die weitgehend unbeachtet blieben.
Wir wollen mit diesem Kurzfilm an die Reporter erinnern. Sie sind nicht vergessen.
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Meine Nachrichtenquellen
Sie befinden sich schon lange in meiner Blogroll, trotzdem muss ich diese drei Nachrichtenseiten jetzt auch mal besonders hervorheben. Denn es sind die Seiten, die ich täglich besuche um informiert zu bleiben. Je nach verfügbarer Zeit sogar mehrmals täglich, denn es tut sich dort immer was.
Tauschbörsen-Charts 2oo7
Das amerikanische Magazin Wired hat die Songs, Filme und TV-Shows ermitteln lassen, die im letzten Jahr am meisten in Tauschbörsen kursierten. Gezählt wurden die Medien, welche zwischen Januar und Dezember 2007 in den grössten P2P-Diensten BitTorrent, Gnutella und eDonkey getauscht wurden.
Besonders interessant sind hier die Abweichungen zu den offiziellen Verkaufszahlen der Medienindustrie, denn einige der Blockbuster tauchen in den P2P-Charts nicht einmal auf. Beachten muss man dabei allerdings auch, dass der P2P-Verkehr einen internationalen Trend wiedergibt, während die offiziellen Zahlen ausschliesslich Nordamerika abbilden. Trotzdem spiegeln beide Zahlen Vorlieben westlich orientierter Mediennutzer, weshalb ich sie hier direkt gegenüber gestellt habe.
Migratr – Fototransfer Online
Wer seine Fotos bei einer Online-Photocommunity hinterlegt, hat irgendwann so viele Bilder online, dass ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sehr mühevoll wird. Mit dem kleinen Windows-Tool migratr ist es ganz einfach, Fotos von Diensten wie Picasa, SmugMug oder 23hq untereinander auszutauschen. Also auch ideal geeignet, um sich zum Beispiel von flickr zu verabschieden.
migratr liest dabei erst alle Tags und Beschreibungen der Quellbilder aus, und speichert diese zusammen mit den Fotos lokal auf dem PC. Im nächsten Schritt wählt man das Zielsystem, und migratr lädt die Bilder inklusive aller Metadaten dort wieder hoch. Noch kein Tool gibt es für die Übertragung der Kontakte und Kommentare zu den Bildern, das ist aber auch nicht so einfach zu bewerkstelligen.
Ist das Zielsystem wie bei mir 23hq, kann man die Fotos dort dann in beliebig viele Kategorien einordnen, die Bilder entsprechenden Gruppen zuordnen und die Exif-Metadaten werden, sofern vorhanden, auch wieder einwandfrei dargestellt.
China: Merkel lobt selbstdisziplinierte Zensur
Frau Merkel ist ja gerade in China, um den Menschen dort Demokratie beizubringen. Nein, das ist nicht ironisch gemeint, zumindest nicht von ihr. Die begleitende Presse lobt ihre Bemühungen schon mal über den Klee, wie man der Süddeutschen Zeitung heute entnehmen kann:
Merkel beeindruckt regimekritische Journalisten
An dem Treffen am Dienstag nahmen vier regimekritische chinesische Journalisten teil, die sich zum Teil offen gegen die Zensur und für politische Reformen im Land ausgesprochen hatten. Zu der Runde gehörten Zhao Mu, Chefredakteur der Blog-Plattform von Yahoo, …
Süddeutsche Zeitung,
28.08.2007
Interessant, der Yahoo-Blog-Chef von China soll ein regimekritischer Journalist sein? Wie passt da seine Eigenschaft als Lohnempfänger von Yahoo zu dieser Einschätzung (Shi Tao)? Bezeichned auch hier wieder die Auslassungen, denn als bislang einzige deutschsprachige Zeitung berichtete im Internet die taz vor ein paar Tagen folgendes:
Pakt mit dem Zensurteufel
Die Internetanbieter Yahoo! und MSN haben einen “Pakt für Selbstdisziplinierung” mit dem chinesischen Staat abgeschlossen. Er bedeutet das Ende des anonymen Blogs.
Die Tageszeitung,
24.08.2007
Das Ende des Blogs,
taz – 24.08.2007
WordPress Downtime

Obwohl heute ein Tag in den Bergen angesagt war, bin ich extra noch früher aufgestanden, um die Morgenstunden zum schreiben zu nutzen. Denn morgens fliesst der Text einfach, im Gegensatz zu manchen Abenden, wo ich mir manchmal vorkomme wie ein schwitzender Schmied, der sich dauernd auf die Finger haut.
Wie das Schicksal so will, war das Blog aber die meiste Zeit nicht erreichbar. Ausser Fehlermeldungen war kaum was zu sehen, an schreiben also gar nicht zu denken. Egal, ich hatte einen wunderschönen Tag im Gebirge und werde jetzt mal schauen, ob ich dazu ein kleines Video zustande bringe…

Google Maps endlich für Alle
Der Kartendienst Google Maps wurde jetzt für alle Nutzer zur Einbindung in Webseiten oder Blogs freigegeben. Bisher war dafür ein registrierter API-Schlüssel notwendig, welcher zwar kostenlos erhältlich war, eine weiträumige Nutzung des Dienstes aber beschränkte.
Dies ermöglicht Webseitenbetreibern nun die einfache Einbindung von dynamischen Kartenmaterial in ihre Angebote, explizit ist auch Firmen der Gebrauch des Dienstes gestattet. Anderen Kartenanbietern sowie Abmahnanwälten dürfte die Öffnung dieses Angebotes hingegen eher Kopfzerbrechen bereiten.
Mir persönlich gefällt besonders die einfache Steuerung der Darstellung über die detailierte Parameterübergabe. So kann man sich im einfachsten Fall den Deutschen Bundestag in Berlin mit dieser Zeichenfolge anzeigen lassen:
http://maps.google.de/maps?q=Platz+der+Republik+1,+Berlin
Fügt man beispielsweise noch zwei Parameter hinzu, erhält man die oben im Bild gezeigte Darstellung:
http://maps.google.de/maps?q=Platz+der+Republik+1,+Berlin&t=h&z=16
Wobei &t=h für die Hybriddarstellung der Karte sorgt (Kombination aus Satellitenaufnahme und Strassenkarte). Der Parameter &z=16 zeigt die Karte in der Zoomstufe 16 an, wobei man je nach Örtlichkeit bis zu Stufe 22 hinein vergrössern kann. Eine Übersicht aller Parameter findet sich im Wiki zur Google Maps API.
Stromausfall in San Francisco
Und ich wundere mich schon, warum seit ein paar Stunden manche Seiten überhaupt nicht mehr so richtig wollen – es ist mal wieder Stromausfallzeit in San Francisco.

Tschüß flickr & Yahoo!
Ich habe mich heute von meinem rechts eingeblendeten flickr-Widget verabschiedet, denn ich hab keine Lust mehr diese Yahoo-Company weiter zu unterstützen. Stattdessen befindet sich dort nun eine Grafik mit einem Link zu einer Aktion von Amnesty International. Es geht dort um den Fall des chinesischen Journalisten Shi Tao:
Eine E-Mail veränderte sein Leben völlig: Der chinesische Journalist Shi Tao wurde im April 2005 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Grund: Er hatte einer amerikanischen NGO eine E-Mail über die chinesische Pressezensur geschrieben.
Die vergleichsweise kleine Photocommunity flickr wurde 2005 an den Internetriesen Yahoo verkauft. Und dieser hat offenbar soviel Angst davor, sich die Geschäfte im Ausland zu ruinieren, daß die Firma die letzten Jahre immer wieder aufgefallen ist – und das nicht positiv im Sinne der Menschenrechte. Neben der vorauseilenden Zensur wegen der unsicheren Geschäftslage in Deutschland, ist aber der Fall Shi Tao ein besonders schwerwiegendes Beispiel.






An dem Treffen am Dienstag nahmen vier regimekritische chinesische Journalisten teil, die sich zum Teil offen gegen die Zensur und für politische Reformen im Land ausgesprochen hatten. Zu der Runde gehörten Zhao Mu, Chefredakteur der Blog-Plattform von Yahoo, …









































