Archive for Media

Initiative Nachrichtenaufklärung

Initiative-Nachrichtenaufklaerung

Die Initiative Nachrichtenaufklärung ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Journalisten, die seit 1997 jedes Jahr bis zu zehn Themen auswählen, welche von den Medien nicht genügend oder gar nicht berücksichtigt wurden. Ziel der Initiative ist es, diese vernachlässigten Themen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

Die Jury, deren bekanntestes Mitglied wohl Günter Wallraff sein dürfte, hat nun die Wahl für die Themen des Jahres 2007 getroffen. Interessant finde ich dabei, dass auch das Thema Qualitätsverluste im Journalismus berücksichtigt wird. Denn die zunehmende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen von Journalisten führt dazu, dass die Berichterstattung immer oberflächlicher wird, was letztendlich ja einer systembedingten Zensur gleichkommt.

Ich folge der Idee dieser Initiative, und stelle diese vernachlässigten Themen hier kurz vor. Die Links führen auf die Webseite der Initiative Nachrichtenaufklärung, und liefern mehr Details zum jeweiligen Thema.

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Meine Nachrichtenquellen

Nachrichtenquellen

Sie befinden sich schon lange in meiner Blogroll, trotzdem muss ich diese drei Nachrichtenseiten jetzt auch mal besonders hervorheben. Denn es sind die Seiten, die ich täglich besuche um informiert zu bleiben. Je nach verfügbarer Zeit sogar mehrmals täglich, denn es tut sich dort immer was.

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Tauschbörsen-Charts 2oo7

Tauschbörsen-Charts

Das amerikanische Magazin Wired hat die Songs, Filme und TV-Shows ermitteln lassen, die im letzten Jahr am meisten in Tauschbörsen kursierten. Gezählt wurden die Medien, welche zwischen Januar und Dezember 2007 in den grössten P2P-Diensten BitTorrent, Gnutella und eDonkey getauscht wurden.

Besonders interessant sind hier die Abweichungen zu den offiziellen Verkaufszahlen der Medienindustrie, denn einige der Blockbuster tauchen in den P2P-Charts nicht einmal auf. Beachten muss man dabei allerdings auch, dass der P2P-Verkehr einen internationalen Trend wiedergibt, während die offiziellen Zahlen ausschliesslich Nordamerika abbilden. Trotzdem spiegeln beide Zahlen Vorlieben westlich orientierter Mediennutzer, weshalb ich sie hier direkt gegenüber gestellt habe.

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Neustart beim Spiegel

Spiegel-Blattschuss

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte für mich die letzten Jahre zunehmend an Bedeutung verloren, ebenso wie der Onlineauftritt Spiegel Online. Zu oft hatte ich mich über schlampige oder manipulative Beiträge geärgert, als dass ich mit diesen Publikationen noch weiter meine Zeit verschwenden wollte.

Ja, ich wunderte mich tatsächlich, wieso ein Medienhaus den über Jahrzehnte aufgebauten Ruf so ruinieren konnte, und das von den Lesern offenbar klaglos so hingenommen wurde. Vielleicht hat sich aber auch einfach nur die Zielgruppe geändert.

Letzten Freitag hat die Mitarbeiter KG nun endlich die Reissleine gezogen:

“Spiegel”-Chefredakteur Aust muss gehen

Die Mitarbeiter KG des Hamburger Nachrichtenmagazins hat den Vertrag von Stefan Aust nicht verlängert, er läuft Ende 2008 aus.

Financial Times Deutschland,
16.11.2007

Sehr interessante Einblicke in die Hintergründe liefert ein Interview vom Freitag mit dem Ex-Spiegel Redakteur Oliver Gehrs bei n-tv, das ich hier auszugsweise zitieren muss:

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Vorratsdatenspeicherung: Donaukurier protestiert

Donaukurier

Aus Protest gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung erschien die Ingolstädter Regionalzeitung Donaukurier letzten Freitag mit einer geschwärzten Titelseite. Auch die Webseite der Tageszeitung, mit immerhin einer durchschnittlichen täglichen Auflage von 90.000 Exemplaren, blieb das Wochenende über schwarz.

Es blieb aber nicht nur bei dieser auffälligen Protestaktion, denn die Zeitung liefert in einem ausführlichen Themenschwerpunkt auch umfangreiche Informationen zu dem Thema:

Massiver Eingriff in die Grundrechte der Bürger

Redaktion und Verlag des DONAUKURIER wollen mit der heutigen Titelseite zum Nachdenken und zum Handeln auffordern!

Lassen Sie sich keine weiteren Eingriffe in die demokratischen Grundrechte bieten, verweigern Sie den Totengräbern der Freiheit von CDU/CSU und SPD Ihre Zustimmung, wo immer und wann immer Sie können.

Zeitungen – und auch alle anderen Medien – sehen einer düsteren Zukunft entgegen, wenn wir uns klaglos weitere Eingriffe in die Grundrechte widerspruchslos gefallen lassen.

Donaukurier,
02.11.2007

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TV-Serie: Heroes

Heroes

Rund ein Jahr ist es nun her, dass ich angefangen habe, mich mehr für TV-Serien zu interessieren. Die HBO-Serie Deadwood war der Auslöser, und der Nachfolger Rome hält mich wieder ähnlich gefangen. Das liegt auch daran, dass mir aktuelle Kinofilme zur Zeit zu belanglos, beliebig und gerade von der Charakterzeichnung her lieblos erscheinen. Serienmacher haben natürlich mehr Zeit ihre Figuren auszubauen, sie nutzen sie aber auch richtig.

Ein sehr gelungenes Beispiel ist die TV-Serie Heroes, welche gestern abend bei RTL2 nun auch in Deutschland angelaufen ist. Heroes ist in etwa eine Melange aus den beiden ersten X-Men Filmen (Mutantenstory), etwas Schweigen der Lämmer (Splatterhorror) ein Schuss Akte-X (Mysterythriller), und sogar ein Hauch Twin Peaks (Skurrilität) wird manchmal erkennbar.

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Media Player Classic

Media-Player-Classic

Als Videoplayer für Windows gibt es eigentlich nur VLC oder MPC. Ich ziehe den Media Player Classic vor, nur leider wurde die Entwicklung des Players im März 2006 eingestellt. Als vor zwei Wochen auch noch eine schwere Sicherheitslücke entdeckt wurde, hätten sich viele Fans beinahe umgewöhnen müssen.

Die mom-community hat den Player nun aktualisiert und sogar eine deutsche Version verfügbar gemacht. Alle Nutzer des MPC sollten baldmöglichst upgraden, und denjenigen, die dieses kleine feine Programm noch nicht kennen, bietet die neue Version eine gute Gelegenheit es auszuprobieren.

Denn zusammen mit dem K-Lite Codec-Pack verfügt ein Windows-PC dann über die notwendige Grundausstattung zur Wiedergabe fast aller Medienformate. Den neugierigen und unnötig überdimensionierten Windows Media Player kann man sich dann sparen.

via: [gulli]

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China: Merkel lobt selbstdisziplinierte Zensur

Peking-2008
Reporter ohne Grenzen

Frau Merkel ist ja gerade in China, um den Menschen dort Demokratie beizubringen. Nein, das ist nicht ironisch gemeint, zumindest nicht von ihr. Die begleitende Presse lobt ihre Bemühungen schon mal über den Klee, wie man der Süddeutschen Zeitung heute entnehmen kann:

Merkel beeindruckt regimekritische Journalisten

An dem Treffen am Dienstag nahmen vier regimekritische chinesische Journalisten teil, die sich zum Teil offen gegen die Zensur und für politische Reformen im Land ausgesprochen hatten. Zu der Runde gehörten Zhao Mu, Chefredakteur der Blog-Plattform von Yahoo, …

Süddeutsche Zeitung,
28.08.2007

Interessant, der Yahoo-Blog-Chef von China soll ein regimekritischer Journalist sein? Wie passt da seine Eigenschaft als Lohnempfänger von Yahoo zu dieser Einschätzung (Shi Tao)? Bezeichned auch hier wieder die Auslassungen, denn als bislang einzige deutschsprachige Zeitung berichtete im Internet die taz vor ein paar Tagen folgendes:

Pakt mit dem Zensurteufel

Die Internetanbieter Yahoo! und MSN haben einen “Pakt für Selbstdisziplinierung” mit dem chinesischen Staat abgeschlossen. Er bedeutet das Ende des anonymen Blogs.

Die Tageszeitung,
24.08.2007
Das Ende des Blogs,
taz – 24.08.2007

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Unbequeme Presse muss sein!

Der-Standard

Die Tageszeitung Der Standard gehört bei unseren Nachbarn in Österreich zu den grossen liberalen Blättern. Vor kurzem gab es in der Führung der Zeitung einen Wechsel, und die Journalistin Alexandra Föderl-Schmid löste den bisherigen Chefredakteur Gerfried Sperl ab. Das österreichische Jugendmagazin CHiLLi führte ein Interview mit der neuen Chefredakteurin, und eine Antwort von ihr ist mir dabei besonders positiv aufgefallen:

CHiLLi: Sie möchten auch im „Standard“ einen Fokus auf Europa legen, nun ist aber bekannt, dass Europathemen wenig gelesen werden und als uninteressant gelten. Wie kann man hier das Leserinteresse wecken?

Alexandra Föderl-Schmid: Das Konzept des „Standard“ ist das richtige: Europathemen sind dem Leser überall zuzumuten. Wir wissen über die Klickzahlen des Online-„Standard“, dass EU-Themen nicht sehr sexy sind. Dennoch sind sie wichtig, weil sie jeden unmittelbar betreffen.

Es muss uns noch besser gelingen, die Brüssel-Themen auf die Ebene des Konkreten herunter zu brechen. Was dort beschlossen wird, betrifft uns alle. Da muss es uns gelingen, näher an den Menschen zu kommen.

EU-Themen sind nicht sexy
Interview mit Alexandra Föderl-Schmid
17. Juli 2007

Ich finde es erstaunlich, dass sich eine Tageszeitung so konsequent zu schwierigen Themen bekennt, anstatt blindwütig den wild aufs Boulevard klickenden Lesern hinterher zu laufen.

Denn es klingt nach einem deutlichen Bekenntnis zu einer der Kernaufgaben des Journalismus: komplexe Zusammenhänge aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft so zu vermitteln, dass ein durchschnittlicher Leser diese Themen auch nachvollziehen kann.

Dass dies aber gut ausgebildete Journalisten erfordert, die mehr zustande bringen als Pressemeldungen umzuformulieren, muss sich bei den meisten Verlagen offenbar erst wieder durchsetzen. Gute Recherche und umfangreiches Fachwissen brauchen nämlich Zeit, und Zeit kostet in einem wirtschaftlich orientierten Umfeld natürlich Geld.

Insofern möchte ich hoffen, dass dieser kleine Lichtblick aus Österreich es schafft auch auf die bundesdeutsche Presse abzustrahlen. Dieser eine Satz zeigt zumindest, dass es inzwischen wieder leitende Journalisten gibt, die erkannt haben, dass die Diktatur der Masse keine langfristige Perspektive für ein Medienhaus ist. Denn die Masse ist nicht treu, sie sucht sich Unterhaltung wo sie stattfindet, unabhängig von Marken und Werten.

Wer guten Journalismus zu schätzen weiss, tut das langfristig. Und diese Zielgruppe gilt es für ein ernsthaftes Medienunternehmen zu bedienen – wir werden diese Dienstleistung honorieren, versprochen!

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Das Grundgesetz im Parlament

Parlament-Verfassungsartikel

Die Wochenzeitung Das Parlament wird herausgegeben vom Deutschen Bundestag, und widmet sich mit jeder Ausgabe schwerpunktmässig einem Thema. Die Auswahl der Autoren, welche sich aus Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten zusammensetzen, sorgt dabei für die nötige Vielfalt der Standpunkte.

Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema Menschenrechte, und besonders interessant fand ich diesmal einen Beitrag des Rechtsgeschichteprofessors Uwe Wesel zur Entstehungsgeschichte des deutschen Grundgesetzes.

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Mit Sicherheit gegen Freiheit

RFID-Sklaven

Letzte Woche tauchte im Netz ein kurzes Video auf, welches unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt, wie sie unter anderem von “Null Toleranz bei Innerer Sicherheit” spricht. Der gesamte Wortlaut ihrer Rede klingt so unglaublich, daß manche erst an eine Inszenierung glaubten. Recht schnell stellte sich jedoch heraus, daß sie diese Worte tatsächlich von sich gegeben hat. Am 16. September 2oo6 beim Wahlkampf in Berlin, wie sich auch im Archiv der CDU-Webseite nachlesen läßt.

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Interview mit Knut – Die Sensation!

Knut-Interview
"Eklusiv die Weltsensation: Tierflüsterin spricht mit Knut"

Genial, wirklich genial! Das ist der Knut-Scoop überhaupt! Anstatt ständig irgendwelche Pseudofachleute über Knut, den Berliner Eisbären, fachsimpeln zu lassen, hat das Tabloid Die Aktuelle Knut einfach selbst zu Wort kommen lassen.

Möglich macht das die Tierflüsterin Birgit Brunner, und was sie dem kleinen Eisbärenkind entlocken kann, ist geradezu sensationell. Ein Auszug:

BB:Hallo, Knut! Ich heiße Birgit und freue mich, dich zu treffen! Darf ich mit dir reden?
Knut:Ja, klar! Ich rede gern mit dir!

BB:Bist du glücklich?
Knut:Und wie!

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Knut kulinarisch

Knutella
Knutella von Bärrero - Jetzt noch pelziger!

Der kleine Berliner Eisbär Knut gehört inzwischen zu den wohl weltweit am meisten fotografierten Eisbären überhaupt. Nun muß er sich auch noch solche Bilder in’s Familienalbum kleben lassen. Erst war es ja nur der interne Scherz einer Hamburger Werbeagentur, dann wurde daraus Ernst, äh Knut…

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