Mindestlohn - Damals & Heute
Sozial- und Wirtschaftspolitik sind nicht gerade meine Fachgebiete. Stammleser wissen, dass ich mich mehr mit Innen- und Sicherheitspolitik beschäftige. Trotzdem beobachte ich die gerade aktuelle Mindestlohndebatte, und bin dabei auf ein bemerkenswertes Zitat gestossen. Es macht deutlich, dass das Thema sozial tragfähige Entlohnung nicht einfach vom Himmel gefallen ist, sondern immer dann aktuell wird, wenn Wirtschaftspolitik der “regulierenden Kraft” einer “sozialen Marktwirtschaft” vertraut hat:
Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt,
90 - Statement on N.I.R.A.
16.06.1933
Erstaunlich, oder? Ich hielt das erst für ein aktuelles Zitat, und war sehr überrascht, dass diese Worte von einem Präsidenten der USA stammen, welche bereits vor über 70 Jahren angebracht schienen.

Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.

















































