Archiv fürJanuar, 2008
30. Januar 2008 um 2:10
· Gespeichert unter Photos, Vintage

Die amerikanische Library Of Congress (LoC) ist eine der grössten Bibliotheken der Welt, und zugleich die Nationalbibliothek der USA. Vor allem das Fotoarchiv mit 12 Millionen Exemplaren gibt der Geschichte des Landes ein Gesicht.
Nur ist es nicht jedermanns Sache, sich durch Bibliotheksarchive zu wühlen, die meist nach wissenschaftlichen Kriterien angelegt sind. Ein Teilbereich von 1600 Fotos, welche zwischen 1939 und 1944 angefertigt wurden, ist nun Anfang 2008 bei flickr (sic!) veröffentlicht worden, und die LoC fordert dabei explizit zum Kommentieren und Ergänzen der Informationen auf.
Das wird auch eifrig genutzt, die flickr-Gemeinde hat sich regelrecht auf die Fotos gestürzt, und ich halte die Veröffentlichung von Regierungsarchiven bei einer Web2-Community für eine sehr gute Idee. Denn das erleichtert den Zugang zu den Dokumenten, und erschliesst gleichzeitig neue Zielgruppen, zu minimalen Kosten.
Jedenfalls hab ich mich durch fast alle der 1600 Bilder durchgewühlt, und hier 27 Fotos ausgewählt, die mich besonders beeindruckt haben. Diese Auswahl vermittelt am ehesten die Atmosphäre, die beim durchsehen der Fotos bei mir entstand. Auffällig viele Frauen scheinen damals mit der Produktion von Kriegsmaschinerie beschäftigt gewesen zu sein, während die Männer die Vorbereitungen auf die bevorstehenden Einsätze schon fast spielerisch zu nehmen scheinen. Ganz anders die Menschen in den Provinzen, die vom Mangel an allem gezeichnet scheinen.
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28. Januar 2008 um 12:32
· Gespeichert unter Photos, Politik, Satire ·Getaggt Perserkatzencontent
Endlich weiß ich, von welchen Bedrohungen Schäuble immer redet. Österreich hat die Gefahr schnell erkannt, und bereits entsprechende Massnahmen ergriffen:
Ab Juni 2008 gilt für alle Hunde Chip-Pflicht. Durch diesen Chip unter der Haut mit relevanten Informationen können Tiere ihren Haltern einfacher zugeordnet werden. Die Daten sind in einer zentralen Datenbank gespeichert.
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27. Januar 2008 um 11:48
· Gespeichert unter Kino, Photos, Videos

Der Regisseur Wong Kar-Wai zählt zu meinen Lieblings-Filmemachern, denn er liebt seine Schauspieler, und das sieht man allen seinen Filmen an - sogar den misslungenen. Gleich vorweg: dazu zählt der gerade in Deutschland angelaufene Film My Blueberry Nights nicht. Denn hier hat er sich endlich von der trägen Pseudo-Symbolik seiner letzten beiden Filme 2046 und In The Mood For Love gelöst. Das mag vor allem daran liegen, dass er dieses Mal auf die Zusammenarbeit mit seinem früheren Kameramann Christopher Doyle verzichtet hat, aber das wäre eine andere Geschichte.
Jedenfalls war ich sehr gespannt auf das neue Werk dieses faszinierenden Regisseurs, der mich mit seinen ersten Filmen so verzaubern konnte. Wong Kar-Wai gelingt es, seinen Schauspielern Stimmungen intensiv zu vermitteln, und damit eine sehr intime Atmosphäre zu schaffen. In seinen frühen Filmen hatte man mehr das Gefühl, eine Seelenwanderung zu unternehmen, als im Kino zu sitzen.
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24. Januar 2008 um 6:57
· Gespeichert unter Games, Rollmopsed, Technik, Vintage

Eigentlich sollte hier jetzt stehen, wie man zum Beispiel Shuffle-Puck via USB-Stick auf jedem Rechner spielen kann. Stattdessen muss erst einmal nur dieses schicke Retro-Pausenbild herhalten…
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18. Januar 2008 um 6:58
· Gespeichert unter Presseschau

- Deine Spuren im Web
Frankfurter Rundschau (18.01.2008)
Der Staat darf jetzt auch auf Daten von privaten Telefonen und Computern zugreifen. Vier sinnvolle Hinweise zum Schutz der Privatsphäre im Web.
- Dynamikschwund in der Popmusik
Süddeutsche Zeitung (18.01.2008)
Ob Oasis oder Red Hot Chili Peppers: Die Popmusik hat die Unterschiede zwischen laut und leise aufgegeben. Was bleibt, sind Aufnahmen an der Grenze zum Lärm. Ein Bericht über das Kompressions-Drama der Musikindustrie.
- Nokia-Schelte: Spart euch den billigen Populismus!
Stern (18.01.2008)
“Subventions-Heuschrecke”, “Karawanen-Kapitalismus”, “hemmungslose Gewinnmaximierung”: Wenn es darum geht, die Schließung des Bochumer Nokia-Werkes zu geißeln, sind sich Politiker und Öffentlichkeit einig. Das ist bigott, denn jeder Einzelne hätte es genauso gemacht wie Nokia.
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16. Januar 2008 um 10:08
· Gespeichert unter Datenschutz, Politik

In dem Beitrag Der Bundestrojaner als Nebelgranate bin ich vor einigen Monaten bereits auf die Novelle des BKA-Gesetzes eingegangen. Inzwischen scheint das Thema auch medienkompatibel geworden zu sein, denn der Kölner Stadtanzeiger veröffentlicht in seiner heutigen Ausgabe diese Information:
Abgeordnete, Strafverteidiger und Geistliche sollen künftig vor Abhörmaßnahmen des Bundeskriminalamts (BKA) nicht mehr absolut geschützt sein.
Demnach sollen im Einzelfall auch Telefone und Räume bislang besonders geschützter Berufsgruppen abgehört werden können, „soweit die Maßnahme zur Abwehr einer Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person erforderlich ist.“
Wirklich verwunderlich ist das nicht, wenn nach dem Wegfall des Informantenschutzes für Journalisten und des Mandantenschutzes für Rechtsanwälte, nun weitere interessante Berufsgruppen beliebig ausgespäht werden sollen.
Interessanter ist die Argumentation, mit der so ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre der Menschen begründet werden soll, denn sie errinnert stark an die schwammige Formulierung der rechtstaktischen Brechstange “Gefahr im Verzug”.
Wie sich das in der Praxis bemerkbar macht, sieht man bei einem Blick zu unseren österreichischen Nachbarn. Dort ist das ganze Überwachungspaket bereits seit Anfang des Jahres im Einsatz, und es gibt bereits deutlich mehr polizeiliche Abfragen bei den Mobilfunkbetreibern Österreichs. Allerdings mit einer überraschenden und völlig neuartigen Tendenz in der Begründung:
Auffällig ist laut T-Mobile etwa, dass sich die Anfragen wegen Suizidgefährdungen plötzlich gehäuft haben.
Wie man sieht, ist der moderne EU-Rechtsstaat also äusserst besorgt um Leib und Leben seiner Bürger, und wenn mal keine Terroristen und Kinderschänder zur Hand sind, wird man eben kurzerhand vor sich selbst geschützt.
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15. Januar 2008 um 7:21
· Gespeichert unter Rollmopsed
Nachdem ich jetzt seit rund drei Wochen am entstauben und völligen umkrempeln meiner kleinen Behausung bin, dabei mich die ganze letzte Woche auch noch irgendeine fiese Staubbazille niedergestreckt hatte, fehlt mir gerade der Elan zum bloggen. Könnte also eine kleine Pause werden, die nächsten Tage…
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13. Januar 2008 um 11:30
· Gespeichert unter Dokumentation, Politik, Thailand, Videos

Aus der politischen Doku-Reihe Mit offenen Karten von arte finden sich bei Youtube eine Menge interessanter Kurzdokumentationen zu weltweiten politischen Themen. Da mir Thailand besonders am Herzen liegt, und ich das Land wohl länger nicht mehr bereisen kann, möchte ich dieses sehr interessante Video zu den Hintergründen des Militärputsches von 2006 vorstellen.
Premierminister Thaksin wurde im September 2006 vom Militär abgesetzt. Nach den Wahlen im Dezember 2007 hat er jedoch seine Rückkehr angekündigt, was für erhebliche Unruhe im Land sorgen könnte. Die zehnminütige arte-Dokumentation vom Januar 2007 erklärt die Hintergründe des Militärputsches vom Herbst 2006, und erleichtert somit die Einordnung der aktuellen Geschehnisse im Land.
Dokumentation ansehen…
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11. Januar 2008 um 9:43
· Gespeichert unter Datenschutz, Technik

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung bietet jetzt eine Tauschbörse für Prepaid-Handykarten an. Ziel der Aktion ist der Schutz der Privatsphäre beim mobilen telefonieren durch Verwendung einer anderen Identität.
Und so funktioniert der Kartentausch:
Eine deutsche, freigeschaltete Prepaid-Handykarte, die mit mindestens 10.- Euro geladen sein muss, wird zusammen mit den dazugehörenden Nummern (Telefonnummer, PIN+PUK) und einem adressierten Rückumschlag an diese Adresse geschickt:
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
Marcus Brauner
Hilgenborn 22
34593 Knüllwald Remsfeld
Nach ein paar Tagen bekommt man dann im Austausch eine andere Karte zugesendet, zusammen mit einer Bestätigung, dass man die Karte im Austausch erhalten hat. Obwohl der Gesetzgeber seit ein paar Jahren auch die Registrierung von Prepaid-Karten verlangt, ist der Tausch erlaubt. Der Arbeitskreis weist auch darauf hin, dass sie nur für den Austausch der Karten sorgen, und dabei natürlich keine Daten speichern.
Weitere Informationen dazu finden sich auf der eigens dafür eingerichteten Webseite:
http://kartentausch.vorratsdatenspeicherung.de/
Wenn sich der Gesetzgeber schon nicht an das Prinzip der Datensparsamkeit hält, muss der Bürger selbst dafür Sorge tragen, sowenig Daten wie möglich von sich preiszugeben. Wenn auch das kaum noch möglich ist, sollten die Daten wenigstens so wertlos wie möglich sein.
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9. Januar 2008 um 12:05
· Gespeichert unter Kino, Media, Musik, Netzwelt

Das amerikanische Magazin Wired hat die Songs, Filme und TV-Shows ermitteln lassen, die im letzten Jahr am meisten in Tauschbörsen kursierten. Gezählt wurden die Medien, welche zwischen Januar und Dezember 2007 in den grössten P2P-Diensten BitTorrent, Gnutella und eDonkey getauscht wurden.
Besonders interessant sind hier die Abweichungen zu den offiziellen Verkaufszahlen der Medienindustrie, denn einige der Blockbuster tauchen in den P2P-Charts nicht einmal auf. Beachten muss man dabei allerdings auch, dass der P2P-Verkehr einen internationalen Trend wiedergibt, während die offiziellen Zahlen ausschliesslich Nordamerika abbilden. Trotzdem spiegeln beide Zahlen Vorlieben westlich orientierter Mediennutzer, weshalb ich sie hier direkt gegenüber gestellt habe.
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6. Januar 2008 um 6:21
· Gespeichert unter Politik
Dr. Seltsam heute in München:
Auch eine vor dem Gebäude stattfindende Demonstration konnte Schäuble für seine Argumentation einsetzen, indem er den Zuhörern versicherte, sie könnten trotz der Demonstranten sicher nach Hause gehen, weil genug Polizei vor Ort sei, um sie zu beschützen.
So langsam macht der mir wirklich Angst.
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6. Januar 2008 um 12:03
· Gespeichert unter Photos, Rollmopsed

Krank gerade. Zum Steine versenken.
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5. Januar 2008 um 1:22
· Gespeichert unter Presseschau

- Aussichtsloser Kampf gegen illegale Downloads
die tageszeitung (04.01.2008)
Die Musikindustrie schafft sich selber ab und bietet dem Publikum dabei ein so bizarres wie faszinierendes Spektakel. Seit der Jahrtausendwende geht der Umsatz massiv zurück, und dem Bundesverband der phonografischen Wirtschaft fällt auch 2008 nichts Besseres ein, als Jagd auf Leute zu machen, die sich illegal Musik herunterladen.
- Musikdownloads: Jeden kann es erwischen
die tageszeitung (04.01.2008)
Jeder Musik-Kunde ist ein potenzieller Dieb, glaubt die Industrie und verfolgt die Strategie der massiven Abschreckung. Plattenfirmen verklagten 2007 Zehntausende.
- Vorratsdatenspeicherung: Angst vorm Telefon
Rechtsanwalt Udo Vetter (02.01.2008)
Die Schere im Kopf greift bereits: Erstkontakte mit Rechtsanwälten werden deutlich vorsichtiger, und Beratungsmodalitäten beinahe konspirativ vereinbart.
- G8-Gegner triumphieren in Karlsruhe
Financial Times Deutschland (04.01.2008)
Späte Genugtuung für deutsche Globalisierungsgegner: Die Razzien vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm waren nach einem Urteil des Bundesgerichtshof nicht rechtens. Die Betroffenen seien keine Terroristen gewesen - und die Bundesanwaltschaft überhaupt nicht zuständig.
- Wieder eine Ohrfeige für Frau Harms
Berliner Zeitung (05.01.2008)
Das neue Jahr beginnt für Generalbundesanwältin Monika Harms wie das alte endete - mit empfindlichen Watschen für ihre fast schon wahnhafte Hatz auf vermeintliche Linksterroristen.
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2. Januar 2008 um 3:16
· Gespeichert unter Presseschau

- Angst vor Muslimen in Deutschland
Terror im Liebesnest
die tageszeitung (02.01.2008)
Wie werden Muslime zu Terrorverdächtigen? Ganz einfach. Sie müssen sich nur ein abgelegenes Ferienhaus mieten, gleich in bar zahlen und die Vorhänge zuziehen.
- Leicht zugängliche “Kronjuwelen für Identitätsdiebe”
Heise IT-News (02.01.2008)
Wie aktuelle Recherchen der Washington Post ergaben, haben die verstärkten Sicherheitsgesetze seit 2001 zu keiner größeren Sicherheit geführt. Im Gegenteil sei es ziemlich einfach, an Sozialversicherungsnummern zu kommen, und das besonders über Webseiten, für die Regierungsbehörden verantwortlich sind.
- 2007 brachte Rekord beim Datendiebstahl
Netzeitung (02.01.2008)
Das vergangene Jahr war das Jahr des Datendiebstahls. Auf die Summe von 162 Millionen entwendeten Daten kam nun eine Expertengruppe für Netzsicherheit. Der Großteil davon entfällt auf einen einzigen Fall.
- Benazir Bhutto Interview
Al Jazeera (02.11.2007)
David Frost interviewt Benazir Bhutto kurz nach ihrer Rückkehr nach Pakistan. Unter anderem spricht sie über ihre Gegner, und etwa bei Minute 6 fällt eher beiläufig der Satz “Omar Sheikh, the man who killed Osama Bin Laden”.
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1. Januar 2008 um 1:55
· Gespeichert unter Rollmopsed
Daumen hoch für ein bombiges 2oo8!
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